Zum Auftakt der NBBL Playoffs 2017 boten sich dem Basketball Publikum am Sonntag in München gleich zwei interessante Partien. Neben dem FC Bayern, der die U-19 aus Ludwigsburg schlug, trat auch die Internationale Basketball Akademie München vor heimischer Kulisse an. In Spiel eins der Top-16 Runde um die deutsche Meisterschaft gelang Robert Scheinberg und seinen Schützlingen ein 86:52 Erfolg gegen den Rekordmeister von der Urspringschule.

Zum Tipoff hatten sich um 15.00 Uhr am Sonntagnachmittag Basketballfans aus allen Winkeln der Stadt in der Morawitzkyhalle in Schwabing eingefunden. Der Beginn der Playoffs wurde von vielen Seiten sehnsüchtig erwartet. Mit einem wieder komplettierten Kader ging es für die IBAM nach einer vierwöchigen Zwangspause für Point Guard Dimitrije Mrdja in die erste Playoffbegegnung. Robert Scheinberg startete mit Johannes Klughardt, seines Zeichens selbst ehemaliger Point Guard in Urspring, Henning Ballhausen, Oscar da Silva, Anthony Okao und Fynn Fischer in die Partie. Urspring schickte zu Beginn Arthur Gutmann, Nii Narku Bergmann, Noah Kamdem, Yannick Olma und Franklyn Aunitz.

Die ersten Punkte des Spiels fielen auf Seiten der Gäste durch Bergmann, die Gastgeber erwischten in den folgenden Minuten jedoch den besseren Start und spielten sich infolgedessen einen kleinen Vorsprung von knapp zehn Punkten heraus. Klughardt, da Silva und Ballhausen trafen von außen sowie am Brett und hielten das Intensitätslevel hoch. Später schalteten sich auch die Großen mit ein und Okao und Fischer konnten ihre ersten Punkte beisteuern. Für Urspring punktete immer wieder Bergmann sowohl am Korb als auch von der Drei-Punkte-Linie. Er kam auf starke 20 Punkte. Sein Teamkollege und Hauptakteur der Gästemannschaft Noah Kamdem tat sich zunächst schwer gegen die Münchner Defensive seinen Rhythmus zu finden. Er mischte dann vor allem in der zweiten Halbzeit mit. Gegen Ende des ersten Viertels brach das Spiel der IBAM nach den ersten Wechseln dann ein wenig ein. Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung und wilde Angriffe sorgten dafür, dass die Führung zum Viertelschluss bis auf zwei Punkte zurückschmolz. Spielstand: 21:19.

Im zweiten Abschnitt stabilisierte sich das Münchner Spiel wieder. Eine streckenweise hervorragende Defensearbeit ließ den Gästen kaum Möglichkeiten zu scoren, während umgekehrt in der Offensive mehr Aktionen als im späten ersten Viertel gelangen. Billy Bessoir und Joshua Obiesie gaben mit mehreren Abschlüssen sowohl für zwei, als auch für drei Punkte einen enormen Energieschub von der Bank. Auch die Arbeit am offensiven Rebound ließ sich sehen und so sammelten Bessoir, Okao und da Silva immer wieder Fehlwürfe ihrer Mitspieler ein, um im Anschluss selbst zu punkten. Das Viertel entschieden die Gastgeber mit 29:11 zu ihren Gunsten und bauten ihre Führung zur Halbzeit somit auf 50:30 aus.

Die zweite Halbzeit startete ähnlich vielversprechend. Starke Drives von Klughardt und Ballhausen und Offenserebounds von Okao und da Silva ließen die Führung im dritten Viertel auf bis zu 30 Punkte anwachsen, was Trainer Scheinberg dazu nutzte viel von der Bank zu rotieren. Aber auch die ‚zweite Fünf‘ leistete gute Arbeit und erhielt den Vorsprung aufrecht. Bessoir netzte weiter von außerhalb der Zone ein, Hendrik Wohofsky überzeugte mit starker Verteidigungsarbeit. Allein, Noah Kamdem fand in der zweiten Hälfte allmählich ins Spiel und erzielte einen Großteil seiner 18 Punkte in diesem Spielabschnitt. Allerdings konnte auch dieser späte Push eine Niederlage nicht mehr verhindern. Mit ertönen der Schlusssirene hieß es 86:52 für die IBAM.

Für München spielten: Ballhausen (4), Obiesie (8), Mrdja (5), Svinger (4), Wohofsky, da Silva (20; EFF 40), Fischer (8), Jakupi, Klughardt (9), Bessoir (14), Klokkers (2), Okao (12; 15 Rebs)

Nächsten Sonntag steht die Zweitauflage des Spiels an. Sicherlich eine neue Chance für die junge Mannschaft aus Urspring – darf man dort doch auf die Rückkehr des gesperrten Point Guards Patrick

Teka und des Riesen-Talents im 2001er Jahrgang Jason George hoffen. Spielort wird die Heimhalle der Urspringschule sein, was ihnen außerdem den Heimvorteil sichert.