IBAM NBBL im Viertelfinale


Schon am Morgen nach dem intensiven, kräftezehrenden Spiel in der Regionalliga ging es für die Jungs der U-19 wieder weiter. Am Vorabend konnte man sich in einem nervenaufreibenden Spiel einen hart erkämpften 80:71 Heimsieg gegen den TSV Breitengüßbach sichern. Am Sonntag hieß das Ziel Schelkingen, Heimatort der Urspringschule. Das Basketballinternat nahe Ulms genießt als U-19 Rekordmeister in Deutschland einen guten Ruf und ist als Talentschmiede im Jugendbereich bekannt. In der Playoffpaarung IBAM-Urspring konnte die IBAM das erste Spiel vergangenes Wochenende bereits souverän für sich entscheiden. Damit hieß es für die Urspringschule schon in Spiel zwei ‚Do-or-Die‘ in den NBBL Playoffs 2017. Die IBAM versuchte natürlich ihrerseits ein Spiel drei zu vermeiden und legte sämtliche Anstrengungen in das Rückspiel der Serie. Nach einem größtenteils ausgeglichenen Spiel, zeigten die Münchner im Schlussviertel jedoch stärkere Nerven und beendeten das Spiel – und somit Serie eins – mit einem 71:85 Sieg.

Zum Spielbeginn zeichnete sich jedoch ein anderes Bild. Urspring hatte sich nach der Auswärtsniederlage gut auf ihren Gegner eingestellt und drückte im ersten Viertel sofort auf die Tube – vor allem offensiv. Nii Narku Bergmann, der schon letzten Sonntag ein grandioses Spiel abgeliefert hatte, blühte auch in Spiel zwei wieder auf. Er erzielte einen Großteil seiner 16 Punkte im ersten Viertel und half damit seiner Mannschaft die Münchner Gäste anfangs erst einmal zu überraschen. Die Gastgeber führten bis kurz vor Schluss des Viertels konstant mit einigen Punkten. Mit hohen Trefferquoten aus Mitteldistanz und von der Drei-Punkte-Linie netzten sie ein ums andere Mal ein. Unterstützt wurde Bergmann von Noah Kamdem, dem ehemaligen Nachwuchsspieler des TSV Tröster Breitengüßbach. Er war mit seiner herausragenden körperlichen Präsenz ein wichtiger Anker im Spiel Ursprings. Allerdings setzte sich auch die IBAM offensiv immer wieder durch und punktete zunächst meist am Brett, später auch von außen – es schien so, als bräuchten die Spieler erst noch eine Weile, um sich an die fremden Korbanlagen zu gewöhnen. In der Folge schafften es die Münchner unter Head Coach Robert Scheinberg bis zum Viertelende das Ruder noch an sich zu reißen und beendeten den Spielabschnitt mit einer sechs-Punkte-Führung 25:19.

Im Gegensatz zu Spiel eins, ließen die Internatsschüler dieses Mal allerdings nicht zu, dass die IBAM den Sack schon im zweiten Viertel zumachte. Damals ging es mit einer 50:30 Führung in die Kabinen. Vor heimischer Kulisse wollten die Gastgeber aber unbedingt beweisen, dass sie das Zeug zum Einzug in die Nächste Runde haben. In den zweiten zehn Minuten ließen sie sich diesmal nicht abwimmeln und nach einem offensiven Hin und Her verloren sie das Viertel mit nur einem Punkt, 20:21. Herausragender Akteur war auf ihrer Seite Kamdem, der am Ende 29 Punke beisteuerte. Auf Seiten der Gäste sorgten vor allem Dimi Mrdja und Oscar da Silva dafür, dass man im Spiel blieb. Mit sieben Punkten Vorsprung für die IBAM wechselten beide Teams dann die Seiten.

Anfangs des dritten Spielabschnitts gaben die Württemberger in einem letzten Kraftaufwand noch einmal Gas. Patrick Teka (10 Ast) verteilte vorne die Bälle, Kamdem und auch Teka selbst netzten ein. So schafften sie es bis Mitte des Viertels fast noch den Ausgleich. Als dann aber die Münchner Defense wieder anzog tat sich Urspring schwer, die Bälle in den Korb zu legen. Zu verdanken war dies nicht zuletzt Anthony Okao und Fynn Fischer, die mit drei bzw. vier Blocks ihre Zone ‚sauber‘ hielten. Offensiv konnte die IBAM weiterhin auf da Silva und Mrdja vertrauen. Hinzu kamen noch Fischer und Henning Ballhausen, die in der zweiten Hälfte wichtige Punkte beisteuerten.

Den Vorsprung von ungefähr 10 Punkten verkürzten die Gastgeber dann im letzten Viertel nicht mehr signifikant, und Scores wurden von den Münchnern fast immer sofort mit Punkten auf der anderen Seite beantwortet. Allen voran da Silva, der mit 39 Punkten und 17 Rebounds in beiden Kategorien neue Bestleistungen erzielte. Auch Fischer (12) und Mrdja (11) trugen jedoch in der Schlussphase in erheblichem Maße dazu bei, dass die IBAM nichts mehr anbrennen ließ. Beim Spielstand von 71:85 war dann alles gelaufen.

Für IBAM spielten: Ballhausen (8), Obiesie (1), Mrdja (11), Svinger, Klughardt (6), Wohofsky, da Silva (39), Fischer (12), Darouiche, Bessoir (6), Okao (2).

Die IBAM zieht somit verdient zum zweiten Mal in Folge in Runde zwei der NBBL Playoffs ein. Gleichzeitig rückt im Süden auch der FC Bayern in die nächste Runde vor. Er schlug Ludwigsburg nach einem packenden Spiel eins im zweiten Spiel mit 48:80. Die beiden anderen Süd-Serien werden in Spiel drei entschieden werden. Breitengüßbach schlug mit Jugendnationalspielern Louis Olinde und Arnoldas Kulboka zurück in der Lineup ihren Rivalen Ulm im Rückspiel. Auch in der Serie Frankfurt-Nürnberg, aus der der nächste Gegner der IBAM hervorgeht, glich Nürnberg die Serie in Spiel zwei auf 1-1 aus. Man darf gespannt sein, gegen wen es in Runde zwei Ende April weitergeht.