Am Sonntag fängt der Spaß erst richtig an


Die NBBL der Internationalen Basketball Akademie München / MTSV Schwabing steht in den Playoffs der U19 Bundesliga. Nachdem die Hauptrunde auf einem für den Verein historischen ersten Platz der Division Südost beendet wurde, steht nun der nächste Abschnitt an. Und ab jetzt zählt’s.

Das Projekt Internationale Basktball Akademie München, früher Team Basket München Nord, ging im Jahre 2009 aus der Basketball Abteilung des MTSV Schwabing hervor. Ziel der beiden Gründer Robert Scheinberg und Ralf Bachmeier war es, jungen Basketballbegeisterten eine Struktur zu bieten, in der sie Jugend-Basketball auf höchstem Niveau kennenlernen konnten. Zusammen mit weiteren Münchner Vereinen wie dem TSV München Ost werden seit numehr acht Jahren Spieler mit professionellen Ambitionen auf ihre sportliche Zukunft vorbereitet.

Größere Aufmerksamkeit erregte das TBMN erstmals in der NBBL-Saison 2012/13, als ihnen nicht nur die Qualifikation für die Playoffs, sondern sogar das Vorrücken bis in die Top8 gelang, wo man unglücklicherweise gegen den Nachwuchs der Brose Baskets Bamberg ausschied. Zwei Jahre später erreichte die Mannschaft die Playoffs erneut. Spätestens seit letzter Saison hat sich der Ruf der IBAM im deutschen Basketball gefestigt. In der Viertelfinalrunde, also wieder unter den besten acht schied man gegen den heiß gehandelten Titelkandidaten aus Ulm aus. Einen starken individuellen Erfolg konnte in diesem Jahr außerdem Oscar da Silva erzielen. Der damals siebzehnjährige wurde als erster Spieler des Vereins für das NBBL All-Star-Game nominiert. Später sogar für die U-18 Nationalmannschaft, mit der er das prestigeträchtige Albert-Schweitzer-Turnier gewann. Zum ersten Mal gelang es 2016 einer Deutschen Mannschaft das Turnier, das alle zwei Jahre in Heidelberg stattfindet, zu gewinnen.

In der aktuellen Spielzeit wurden sogar ganze drei Spieler der IBAM in die All-Star Auswahl berufen. Neben da Silva überzeugten in dieser Saison vor allem der Serbische Point Guard Dimitrije Mirdja und Centertalent Fynn Fischer, der diesen Sommer ebenfalls bei der U18-Nationalmannschaft eingeplant wird.
In der bevorstehenden Top 16 Runde um die Deutsche Meisterschaft ist der Gegner niemand Geringeres, als der Nachwuchs von der Urspringschule und dem Zweitligisten aus Ehingen. Das württembergische Traditionsprojekt hat im Basketball-Deutschland seit der Gründung der Nachwuchs-Bundesliga 2007 von sich hören gemacht und seitdem ganze fünf Titel gewonnen. Den letzten davon im Jahre 2013. Damit ist das Internat Rekordmeister im U19 Bereich. Namhafte Abgänger sind zum Beispiel Lucca Staiger (Brose Baskets Bamberg), Christian Standhardinger (Rasta Vechta) oder Kenneth Ogbe (Utah Valley University, NCAA). 2016/17 beendete die Mannschaft die Hauptrunde auf dem vierten Platz der NBBL Division Südwest.
Die Mannschaft der IBAM kann ihrerseits auf eine sehr gelungene Saison zurückblicken, in der sie bisher nur zwei Spiele verlor und verdient ihre Division anführt. Wichtige Siege konnte sie u.a. auch gegen namhafte Vereine wie den TSV Breitengüßbach, dem Nachwuchsteam der Brose Baskets, oder im Stadtderby gegen den FC Bayern München einfahren.
Ab jetzt werden die Begegnungen bis zum Final Four im Best-of-Three Modus ausgetragen. In jeder Playoff-Paarung rückt also das erste Team mit zwei Siegen in die nächste Runde vor.
Freuen darf man sich auf ein spannendes Spiel am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr in der Morawitzkyhalle in Schwabing.